{"id":447,"date":"2017-04-10T23:36:48","date_gmt":"2017-04-10T21:36:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.rep-srpska.at\/?p=447"},"modified":"2017-04-10T23:36:48","modified_gmt":"2017-04-10T21:36:48","slug":"sechste-ire-konferenz-zum-thema-green-sustainable-mobility","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/test.kdm.consulting\/de\/sechste-ire-konferenz-zum-thema-green-sustainable-mobility\/","title":{"rendered":"Sechste IRE-Konferenz zum Thema \u201eGreen &#038; Sustainable Mobility\u201d"},"content":{"rendered":"<p><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Institut der Regionen Europas (IRE) hat am 29. M\u00e4rz 2017 in Banja Luka (Bosnien-Herzegowina) seine sechste Konferenz zum Thema &#8222;Green &amp; Sustainable Mobility\u201c gehalten, die in der Nationalversammlung der Republika Srpska stattfand. Das IRE hat in den vergangenen Jahren bereits in f\u00fcnf anderen L\u00e4ndern eine Mobilit\u00e4tskonferenz veranstaltet, was die Wichtigkeit und das europaweite Interesse dieses Themas zeigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der heutigen Zeit lebt die Mehrheit der europ\u00e4ischen Bev\u00f6lkerung in urbanen Ballungszentren. Der Bev\u00f6lkerungswachstum, die Auswirkungen der Emissionen sowie eine bessere Lebensqualit\u00e4t sind Faktoren, mit denen sich eine Stadt auseinandersetzen muss, um eine nachhaltige Zukunft mit minimaler Umweltbelastung zu gew\u00e4hrleisten. Die \u00f6kologische Nachhaltigkeit ist das Kernprinzip einer \u201esmart und green City\u201c. Um als nachhaltig zu gelten, solle man sich in St\u00e4dten auf Verbesserungen in Technologie und Umstrukturierung der \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tze konzentrieren, sagte IRE-Vorsitzender Dr. Franz Schausberger zu Beginn der Konferenz. Infrastrukturprojekte definieren die Zukunft einer Stadt. Ein gutes und nachhaltiges Verkehrssystem st\u00e4rkt nicht nur die Gemeinschaft und Wirtschaft, sondern auch die Anbindung an das europ\u00e4ischen Verkehrsnetz, erkl\u00e4rte Nedeljko \u010cubrilovi\u0107, Pr\u00e4sident der Nationalversammlung der Republika Srpska.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eHeute sprechen wir nicht nur \u00fcber Banja Luka, sondern \u00fcber alle St\u00e4dte, die sich zu einer gr\u00fcnen und nachhaltigen Stadt entwickeln wollen\u201c, betonte der B\u00fcrgermeister von Banja Luka Igor Radoji\u010di\u0107. Es sei wichtig, gemeinsame Projekte zu definieren, um auf den Master Mobility Plan der EU hinzuarbeiten. Banja Luka sei zwar bekannt f\u00fcr die gr\u00fcnen Alleen und B\u00e4ume, m\u00fcsse sich aber mit den Folgen der \u00dcberschwemmung 2014, der Abfallwirtschaft, Co2-Emissionen und dem grunds\u00e4tzlichen Verkehrsproblem auseinandersetzen. Das Hauptproblem dabei seien die Kosten, die die Stadt nicht tragen kann. Die Stadt m\u00f6chte sich in Richtung Ljubljana entwickeln, die in 2016 den Titel &#8222;Green Capital&#8220; trug, f\u00fcgte B\u00fcrgermeister Igor Radoji\u010di\u0107 hinzu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Wir haben uns f\u00fcr den europ\u00e4ischen Weg entschieden\u201c, erkl\u00e4rte Nata\u0161a Kosti\u0107, Stellvertretende Ministerin f\u00fcr Verkehr und Kommunikation der Republika Srpska, daher sollte nachhaltige Mobilit\u00e4t und Lebensqualit\u00e4t im Zentrum des Geschehens stehen. Matt Field, Leiter der Politischen Sektion der Delegation der EU in Bosnien, betonte die Notwendigkeit der F\u00f6rderung von \u00f6ffentlichen R\u00e4umen und umweltfreundlichem Nahverkehr. Das Hauptziel sei es, einen sicheren, nachhaltigen und umweltfreundlichen Verkehr in den st\u00e4dtischen und l\u00e4ndlichen Regionen zu gew\u00e4hrleisten. Es sei mittlerweile m\u00f6glich, Emissionen und Schadstoffe stark zu reduzieren, da der Transport nicht mehr auf Co2-betriebene Motoren angewiesen sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Best-Practice-Beispiele aus M\u00fcnchen, Wien und Ljubljana wurden einem gro\u00dfen Publikum im Rahmen der Podiumsdiskussionen pr\u00e4sentiert. Matja\u017e Vr\u010dko, vom slowenischen Ministerium f\u00fcr Infrastruktur, berichtete von den Evaluierungsstrategien und Finanzpl\u00e4nen, die f\u00fcr einen erfolgreichen Fortschritt notwendig sind. Es m\u00fcssen z.B. nicht nur die Kosten f\u00fcr den Bau von Autobahnen, dem Schienen- oder Nahverkehr eingeplant werden, sondern auch deren Instandhaltung. Die Komercijalna Banka a.d. in Belgrad bietet hierf\u00fcr ein \u00d6kologiekonzept, um das Bewusstsein f\u00fcr Nachhaltigkeit zu sch\u00e4rfen, erkl\u00e4rte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Alexander Picker. Es sei wichtig zu wissen, welche Art von Finanzierung ben\u00f6tigt wird und f\u00fcr welchen Zweck. Die Komercijalna Banka hat eine Vereinbarung mit der EU \u00fcber 10 Millionen Euro zugunsten von Krediten f\u00fcr nachhaltige Projekte unterzeichnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Konzept der Stadt Wien setzt auf eine Metastrategie, die haupts\u00e4chlich auf Lebensqualit\u00e4t, Innovation und technische Entwicklungen basiert. &#8222;Jedes weitere Projekt baut auf dieser Metastrategie auf&#8220;, erkl\u00e4rte Dr. Pamela M\u00fchlmann von Tina Wien, der Smart City Agentur Wiens. Dieses Konzept ist ein au\u00dferordentliches Erfolgsmodell, denn Wien wurde bereits zum achten Mal in Folge zur lebenswertesten Stadt der Welt gek\u00fcrt.<br \/>\nUm so erfolgreich zu werden wie Wien, reicht es nicht aus, dem Wiener Konzept nachzueifern, denn jede Stadt hat eine einzigartige Topografie, die ein individuell ausgearbeitetes Konzept braucht, betonte Ing. Georg-Friedrich Koppen, Leiter der Mobilit\u00e4tsabteilung in M\u00fcnchen. Die Stadt M\u00fcnchen arbeite seit mehr als 50 Jahren an seiner Mobilit\u00e4tsstrategie. F\u00fcr andere St\u00e4dte sei es daher schwierig, eine so lange Geschichte einzuholen. Dar\u00fcber hinaus erg\u00e4nzte Elena Marchigiani, Professorin der Fakult\u00e4t f\u00fcr Bauingenieurwesen und Architektur der Universit\u00e4t Triest in Italien, dass das gesamte Transportangebot mit all seinen Aspekten trotz geographischen Hindernissen ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcsse. Triest ist von Bergen und Meer umgeben, trotzdem hat es ein sehr gut funktionierendes Fahrrad-System dank E-Bikes.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Um eine nachhaltige Strategie f\u00fcr Banja Luka zu gew\u00e4hrleisten, ist eine enge Zusammenarbeit auf lokaler und regionaler Ebene n\u00f6tig&#8220;, erkl\u00e4rte Slavi\u0161a Sandi\u0107, Leiter der Abteilung Verkehr und Stra\u00dfen der Stadt Banja Luka. So will auch die Stadt eng mit der regionalen Ebene zusammenarbeiten, um die Infrastrukturprobleme zu l\u00f6sen und eine stabile Transitverbindung nach Zentral- und Westeuropa zu schaffen, die auch der Wirtschaft zugutekommen soll.<br \/>\nAlle Reformen und Strategien werden nicht nur der Stadt und seinen B\u00fcrgern dienen, sondern sich auch positiv auf den Wettbewerb auswirken, und sind somit ein weiterer Schritt Richtung EU.<\/p>\n<p><em>Quelle:\u00a0www.institut-ire.eu<\/em><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Institut der Regionen Europas (IRE) hat am 29. M\u00e4rz 2017 in Banja Luka (Bosnien-Herzegowina) seine sechste Konferenz zum Thema &#8222;Green &amp; Sustainable Mobility\u201c gehalten, die in der Nationalversammlung der Republika Srpska stattfand. 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